Seit dem 1.8.18 gilt für Immobilienmakler und Immobilienverwalter eine Pflicht zur Weiterbildung. Das Gesetz verpflichtet sie zu mindestens 20 Stunden Fortbildung, und zwar in einem Zeitraum von drei Jahren. Die Fortbildungspflicht gilt auch für Angestellte, die für einen Immobilienmakler oder -verwalter arbeiten.

Immobilienmakler – mehr Qualität und Professionalität

Ab 2021 müssen Immobilienmakler und -verwalter das vorgegebene Fortbildungspensum nachweisen können. Das neue Gesetz zur Fortbildung bezweckt in erster Linie einen Schutz für Verbraucher. Denn eine regelmäßige Weiterbildung stellt die Qualität und Professionalität eines Immobilienmaklers sicher. Leider gibt es auch in diesem Berufsstand schwarze Schafe, die sich zwar gut ausdrücken und verkaufen können, aber über keine fundierten Kenntnisse verfügen

Wie bei den meisten anderen Berufen erwartet man auch von Maklern ein großes Wissen. 3-jährige Ausbildungen oder mehrjährige Studien sind in Deutschland die Regel, um ein großes Wissen zu erlangen. Zurecht ist man skeptisch, wenn sich bestimmte Berufsgruppen in kurzer Zeit ihr gesamtes Wissen aneignen. Oft dauern diese Kurse nur ein paar Tage. Vertrauen Sie diesen selbstgestrickten Profis und kaufen teure Dienstleistungen von Ihnen?

Sind 20 Stunden Weiterbildung in drei Jahren genug?

Hier setzt die neue Regelung an. Mehr Wissen für mehr Makler! Die Fortbildung kann durch begleitete Fern- oder Präsenzkurse erfolgen oder auch durch betriebsinterne Schulungen. Neu ist zudem, dass WEG- Verwalter sowie Mietverwalter künftig eine Erlaubnis für ihre Tätigkeit beantragen müssen. Eine Erlaubnis erhält laut IVD, wer zuverlässig ist und in geordneten Verhältnissen lebt. Eine Berufshaftplicht gegen Vermögensschäden muss vorliegen (Deckungssumme von jährlich 500.000 Euro).

Sicherlich sind für Immobilienleute Erfahrung, Menschenkenntnis und Ehrlichkeit wichtige Voraussetzungen. Eigentlich sind positive Charaktereigenschaften nicht weniger wichtig als ein fundiertes Immobilienwissen. Aber nur lieb und nett, das reicht eben nicht. Sicherlich möchten Sie Ihrem Makler konkrete Fragen zu Bausubstanz, Gestaltungsmöglichkeiten oder Vertragsregelungen stellen. Wenn er eine Sache nicht selber beantworten kann, erwarten wir von ihm trotzdem professionelle Hilfe.

Weiterbildung auf allen Ebenen

Entweder in Form von Auskunftseinholung oder durch die Herstellung eines guten Kontakts. Sei es zu Handwerkern, Sachverständigen, Steuerberatern oder zu guten Anwälten. Das alles macht einen guten Immobilienmaker aus.  Je mehr Wissen ein Makler erlangt, desto besser berät er seine Kunden. Ist es nicht schön, wenn sich ein gutes Verhältnis zwischen Kunde und Makler entwickelt und jede Frage eine Antwort erhält? Dazu braucht der Dienstleister umfangreiche Kenntnisse, die er auch durch Weiterbildungen erwirbt.

Die konkreten Vorgaben dazu findet man in der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV). Wichtige Fortbildungsinhalte für Immobilienmakler und Immobilienverwalter sind zum Beipiel Rechtsgrundlagen im Immobiliengeschäft, Wettbewerbsrecht und Verbraucherschutz. Auch Immobilienfinanzierung und Steuern sind Themen, die für Immobilienmakler relevant sind.

Für Makler, die ihre Ausbildung gerade est beendet haben, gibt es eine kleine Schonfrist. Sie müssen erst drei Jahre nach ihrem Abschluss mit der Weiterbildung beginnen. Anerkannte Abschlüsse im Immobiliengeschäft sind u.a. der Immobilienkaufmann oder der geprüfte Immobilienfachwirt. Bausachverständige, Hausverwaltungen und Architekten verfügen über Kenntnisse, die sich gut mit denen eines Immobilienmaklers ergänzen.

REMAX setzt schon immer auf Weiterbildung

Bei REMAX steht die Fortbildung schon immer im Fokus. Wir sind der Meinung, dass nur durch eine regelmäßige Weiterbildung die Qualität einer kundenorientierten Leistung sichergestellt werden kann. Von daher ist die Verpflichtung eines jeden Immobilienmaklers zur Weiterbildung auch in dem „Code of Ethics“ verankert. Jeder REMAX-Franchisepartner verpflichtet sich dazu. Mit dem Thema Fortbildung lässt REMAX seine Mitglieder nicht alleine. Getreu der REMAX-Maxime „selbstständig, aber nicht allein“, bietet das große Netzwerk regelmäßig Schulungen zu aktuellen Immobilienthemen an.

Der Austausch unter Kollegen tut ein Übriges. Viele Quereinsteiger bringen unterschiedliche Kompetenzen mit. Einige Immobilienmakler waren zuvor in anderen Bereichen des Immobiliengeschäfts wie zum Beispiel als Sachverständige oder als Architekten tätig. Davon profitieren die Maklerkollegen und das ganze REMAX-Team. Jeder hilft, wo er kann und die Kenntnisse wachsen mit jedem neuen Objekt.