Ein Großteil der Immobilien in Deutschland wird ohne Makler verkauft. Häufig gelangen die Angebote nicht mal in die Immobilienportale, sondern werden per Handschlaggeschäft an den Nachbarn verkauft. Der Haken an der Sache: Wer ohne Makler verkauft, verkauft meist nicht zum besten Preis und wenn der passende Käufer nicht gerade um die Ecke wohnt, halsen Eigentümer sich noch dazu eine Menge Arbeit auf.

Auf den ersten Blick sieht so ein Immobilienverkauf für Laien ganz einfach aus: Ein paar Fotos mit dem Handy machen, ein Inserat auf einem der bekannten Portale schalten und ein paar Interessenten durch die eigenen vier Wände führen, bis einer bereit ist, den verlangten Preis zu zahlen.

Die Realität sieht leider anders aus

Zunächst einmal brauchen Sie für den Verkauf eine große Menge an Unterlagen. Die zu beschaffen gleicht häufig einer Schnitzeljagd. Denn Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne und co. liegen keines Falls abholbereit auf einem Stapel in irgendeinem Amt. Vielmehr müssen Sie verschiedene Ämter abklappern, den Energieausweis in den meisten Fällen erst neu beantragen und im Fall von veralteten Bauplänen erst noch einen Architekten engagieren, der die Unterlagen auf den neusten Stand bringt. Wer auf rechtlich verlangte Unterlagen wie den Energieausweis oder die Nutzflächenberechnung verzichtet, kann mit Geldstrafen oder einer Rückabwicklung rechnen.

Ein besonders fataler Fehler, den Privatverkäufer häufig machen, ist beim Preis auf ihr Bauchgefühl zu hören. Wenn ein überzeugungsstarker Nachbar daherkommt und dem Verkäufer einredet, ihm ein tolles Angebot zu machen, kann das schon mal zu wenig sein. Verkäufer, die selbstständig in Immobilienportalen inserieren, tendieren hingegen oft dazu, den Preis zu hoch anzusetzen. Das führt auch in Zeiten der hohen Nachfrage zu längeren Vermarktungszeiten. Profi-Makler beobachten immer wieder, dass Immobilien zunächst zu einem zu hohen Preis eingestellt und dann nach Monaten deutlich reduziert werden. Wer seinen Makler direkt eine professionelle Werteinschätzung durchführen lässt, verkauft in der Regel zu einem wesentlich besseren Preis.

Jetzt beginnt die Arbeit

Häufig unterschätzen Immobilienverkäufer zudem die Besichtigungen. Bei der aktuell hohen Nachfrage quillt das E-Mail-Postfach oft schon nach wenigen Minuten über und das Telefon will gar nicht mehr aufhören zu klingeln. Aber einfach die ersten Interessenten, die sich melden, zu einer Besichtigung einzuladen, ist nicht immer die beste Option.  Gerade wenn die Informationen im Inserat nur halb vollständig sind und die Qualität der Fotos zu wünschen übriglässt, sind viele Interessenten noch gar nicht sicher, ob die Immobilie wirklich etwas für sie ist und wollen sich nur ein besseres Bild verschaffen. So kann es sein, dass Sie jedes Wochenende und unter der Woche nach der Arbeit mehrere Besichtigungen durchführen und am Ende trotzdem ohne Käufer dastehen.

Professionelle Immobilienmakler wissen genau, wie Sie schon vor der ersten Besichtigung die ernsthaften Interessenten von Scheininteressenten unterscheiden. Außerdem haben Sie auch die nötige Praxis, um in einer Preisverhandlung sachlich und überzeugend aufzutreten.

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Fotos: © ArturVerkhovetskiy